eiger (3970)
wuuuaaarrrh - dicke hose ist nun angesagt!
am letzten freitag sind manu und ich zur mittellegihütte aufgestiegen. ich hatte noch etwas müde beine vom donnerstag (fuhr mit dem rennvelo zur arbeit und zurück - 180km) und war sehr froh, dass wir nicht zu früh raus mussten.
um 12.30 standen wir bei der station eismeer.. durch das stollenloch gings auf den gletscher. beim austritt vom stollenloch muss man ein paar meter abklettern und mit einem rechten sprung auf den gletscher gelangen, das ganze und die folgenden ersten meter müssen schnell gemacht werden. zahlreiche herumliegende steinstücke zeigen einem, dass es hier stark steinschlägig ist (südwand des eigers).
es folgt ein kurzer waggel über den gletscher zur einstiegsseillänge. diese 4- ist gut abgesichert und viele sagen immer wieder, dies sei der schwerste teil der gesamten, folgenden tour - stimmt nicht ganz. nach diesem aufstieg seilten wir uns los.. es ging über nicht effizient absicherbares gelände zur hütte. (knapp zwei gemütliche stunden ab stollenloch)
den gesamten nachmittag hängten wir vor der hütte, tranken bier, assen keckse und waren verblüfft ob der genialen aussicht. viele berner 4000er, grindelwald und die bahnen sahen aus wie eine modelleisenbahn, die aussicht reichte vom thunersee zum vierwaldstättersee und in der ferne sah man den schwarzwald.
sämtliche bergsteiger auf der hütte waren sehr sympathisch und auch corinne versprühte eine tolle stimmung. das nachtessen war dann in zwei schichten.
zum frühstück waren wir in 15' schichten eingeteilt und mussten dann die hütte bald verlassen. es ging nämlich gleich zur sache, nach einem kurzen stück am grat kamen die ersten aufschwünge. wir waren nach den früher gestarteten bergführern (eine stunde vorsprung) eine der ersten gruppe ohne führer. nach wenigen klettermetern überholten wir die anderen "normalos" und konnten den gesamten grat für uns alleine geniessen. die bergführer waren bis auf 20' vor uns und die hinteren über eine stunde zurück auf dem gipfel.
während der gesamten kletterei hat man einen enormen blick in die ferne und die tiefe! die kletterschönheit am mittellegi selber empfanden wir als mässig schön, umso spannender und abwechslungsweiser war es über die eigerjöcher zur mönchsjochhütte. firn, eis und stein wechselten sich ab.. super!
nach knapp 9h inkl pausen waren wir wieder bei der jungfraubahn angekommen. eine geniale tour hat damit das ende erreicht und wird in bester erinnerung bleiben - gerne nächstes jahr wieder, dann hängen wir den ostegggrat ebenfalls an.. gemäss führern ebenfalls sehr lohnend!!
danke manu fürs mitkommen - endlich hat es mit dem eiger geklappt!