Samstag, 4. August 2012

fels, eis, wandern - was wötsch meh?

nach dem wir uns vom üblen wetter im norden erholt hatten (am rückreisetag :-) ), genossen wir umso mehr die super bedingungen hier. gleich am folgetag konnte ich mit beni eine super berglauftour aufs morgenberghorn ob leissigen unternehmen.

im "gestreckten galopp" (selina, ig ha dä usdruck soumässig gärn becho) gings weiter. steffi und ich wollten in unseren sommerferien unbedingt noch etwas erleben. so packten wir das auto mit all den spielsachen, welche uns freude bereiten.
früh morgens fuhren wir in die cheselen. knapp die bergfahrtzeit verpasst... easy, wir haben zeit. mit unseren büchern sassen wir zu kaffee und überbrückten. danach gings zackig in die meteorit. nach der dritten SL schien uns das ganze zu brüchig und wir waren ja zum absoluten genussklettern hier. so entschieden wir in den klettergarten der frutt zu wechseln. dies entpuppte sich als guter plan. an den schönen routen, besonders im rechten wandteil fanden wir gefallen. wir wollten einen tag verlängern. kochen am see, schlafen im auto.

cheselen


da es mit den aktuellen temperaturen zu glitschig war beim sportklettern entschieden wir uns für eine hochtour. das aletschhorn sollte es sein. mit beni und steffi gings hoch zum mittelaletschbiwak. ein dummer verlaufer brachte uns etliche spaltenjumps und eisklettereinlagen extra :) am gipfeltag mussten wir leider am firngrat kehren. wie unseren vorgängern tags zuvor, war es steffi zu ausgesetzt und zu heikel, da weiterzugehen. so drehten wir um und düsten am folgetag wieder in die frutt zum klettern :)



steffi ärgerte sich über das missglückte vorhaben. eine tour mit erfolg musste her. so stiegen wir mit michaela zu dritt zur almagellerhütte auf. am nachmittag überschritten wir die dri horeli. eine gemütliche tour zum selber absichern im dritten grad.
um 0400 war tagwache und die klassische tour über den portjengrat stand auf unserem plan. ich machte in unserer dreierseilschaft den ersten part im vorstieg. dass die tour alpinen charakter hat, wusste ich, dass aber keine BH stecken (ausser am anfang kurz drei stück) nicht. so vergnügte ich mich beim absichern mit friends. im zweiten teil übernahm michaela die führung. mit dieser langen, anhaltenden klettertour gelang uns ein gipfel. :) der abstieg war ebenfalls lang und nicht ganz einfach.
die weissmiesüberschreitung bei besten verhältnissen am mittwoch war dann die erfolgsstory für steff. mit grosser freude an dieser plaisiertour stiegen wir zügig auf den gipfel. für den abstieg nahmen wir einen solisten mit ans seil.. so konnte auch sepp überschreiten und musste nicht alleine wieder absteigen. bereits nach knapp 5h waren wir im kaffee im hohsaas.







die velotour war eine tolle erfahrung für uns beide. wir erlebten extrem viel :) doch müssen wir uns wohl zu den füdlibürgern zählen - am schönsten ist es doch immer noch zu  hause in der schweiz. hier haben wir das paradis und die unglaubliche vielfalt an möglichkeiten direkt vor der haustüre!