die ganze woche über versuchten wir einen vierten kletterer zu finden - leider erfolglos. alle kollegen waren bereits an einem seilende eingebunden oder aber jagten über flowige trails mit dem bike.
so fuhren michaela, steffi und ich zu dritt in die frutt. wir wollten da eigentlich unseren plan vom letzten mal umsetzen. giftschlängli rotpunkt umsetzen war die devise. da diese besetzt war, versuchten wir uns in der route "fiirspiess" (7a).
michaela stieg souverän vor und "vergab" in der crux den onsight durchstieg. nach zwei dritteln der 35m länge wechselt die athletische kletterei über einen bauch mit einem rechts seitgriff in feinere kletterei mit stehproblemen. sie boulderte die stelle aus und hängte das seil oben in die umlenkung.
steffi boulderte die route im toprope durch mit mehreren stops. ich stieg ebenfalls mit zwei blocks durch im toprope. eine wahnsinns route mit super scharfem fels, versteckten guten griffen, athletisch und technisch - kurzum, sorte "affengeil".
michaela suchte nach einer pause den rotpunkt durchstieg. in der crux happerte es und sie blockte. steff stieg ein und zog die route voll durch - yes! ich versuchte noch einmal im toprope durchzuziehen (für den vorstieg hatte ich bloss die kleinen eier dabei und die reichen da nicht...). ich brauchte einen block in der crux :(.
michaela war nun gefordert. bereits mit weniger strom in den unterarmen stieg sie ein drittes mal ein und zog die route unter motivationsrufe à la steff durch.
dies war für steff die zweite 7a am fels rotpunkt und für michaela die erste! gratulation an die girls!!
mit dem auto düsten wir durch den gotthard weiter zur staumauer in luzzone. wir wollten da die mehrseillängen-tour mit plastikgriffen durch diese mauer ziehen (5b-5c-6a-6a+-6a+). wir biwakierten mehr oder weniger unter der mauer. mitten in der nacht begann es unerwartet zu regnen. wir wechselten zu dritt ins auto zum weiterschlafen :)
morgens um 9 fiel noch immer flüssige statt trockene sonne vom himmel. ich packte das auto und war mürrisch, bereit für die rückreise nach root zum klimben. die girls liefen zur mauer und stellten erstaunt fest, dass durch die überhängende beschaffenheit die route bis auf die untersten griffe trocken geblieben war.... hell yeah.
so gingen wir zum kaffee und schlüssel, für die leiter beim einstieg, holen. kurz vor mittag stiegen wir in die tour ein. es war recht kuul, durch diese maximal ausgesetzte staumauer zu klettern.