Freitag, 25. Dezember 2015

Bütlasse

Yes. Und nun konnte ich auch einen Haken bei diesem bockigen Berg setzen. Es brauchte mich mehrere Anläufe, um auf dem höchsten Punkt der Bütlasse zu stehen. Mal hatte es zuviel Neuschnee und die Traverse unter den Gipfelaufbau war zu heikel oder einmal war der Schnee nicht richtig durchfroren wegen bedecktem Himmel im Frühling. Egal, gut Ding will Weile haben :)

Nachdem der Bericht von Fädimän im Internet genügend Schnee versprach und die Lawinensituation als sehr gering eingestuft werden kann im Moment, zogen die "Jeudisten" Dave und ich los! Der Plan war, dass ich mit dem ersten Zug nach Spiez fahre, ab da mit meinem Kollegen zur Griesalp fahre und wir das Ding vor dem Weihnachtsessen am Abend abhaken.

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Dave zog nach einer Kriese in der Hälfte des Aufstiegs voll durch. Dies wahrscheinlich, als er sah, dass ein direktes Abfahren vom Gipfel möglich ist :) 

Die lange Traverse war perfekt gespurt und auch im Couloir, welches zum Gipfelschneefeld führt, hatte es wunderbare Tritte. So konnten wir zügig mit geschulterten Ski hochsteigen.


Auf den letzten Meter zum Gipfel banden wir die Ski dann kurz auf. So konnten wir sicher im felsdurchsetzten Gelände den höchsten Punkt erreichen. Eine herrliche Aussicht wurde uns geboten - was für ein schöner Aussichtsberg!


Die Abfahrt war wie folgt: Auf fast 900hm gut gesetzter Pulverschnee, danach folgte kurz etwas Krustenpulver, bevor wir über harten Schnee und der bobbahn-änlichen Strasse zurück zum Auto gelangten.



Kuule Tour! Und da wir nicht das ganze Zeitbudget aufbrauchten, reichte es mir sogar noch zu einer kurzen "Wägeli-Einheit" mit meinen Frauen.