Montag, 7. März 2016

Diablerets 3D

Skitourenrennen laufen lässt sich gut mit Familie verbinden. Trainieren kann ich ohne allzu grossen Zeitaufwand vor der Haustüre und das Risiko, dass ich zu oft auf grossen Touren unterwegs bin ist ebenfalls kleiner :) Nur ist die Suche nach einem Rennpartner nicht so einfach. Es sollte in erster Linie jemand sein, der Spass am Wettkampf auf den schmalen Ski hat, weiter muss es auf der persönlichen Ebene "funken" und natürlich sollten die Leistungsdaten in etwa gleich sein. Ist diese Person dann noch in der Wohnregion ansässig, bekommt das i das Tüpfelchen.


Da sich mein lieblings Rennbuddy aus dem Skitourenrennsport verabschiedet hat und ein anderer cooler Partner zur Maschine entwickelt hat, "musste" ich mich für einen neuen Partner umsehen. Nach den Nachtsprints in der Lenk und in Charmey habe ich die Leute, welche um mich herum platziert waren per Facebook angeschrieben und die Fühler auf verschiedenen Kanälen ausgestreckt. Es ergaben sich ein paar interessante Kontakte und schlussendlich startete ich mit Oliver aus Zweisimmen am Tris Rotondo im Tessin und über die vollen drei Renntage in Les Diablerets am 3D.


Das Winterwetter will dieses Jahr leider nicht recht in die Gänge kommen und so wurde das eine oder andere Rennen abgesagt oder die Strecken massiv angepasst. Im Tessin, wie auch in les Diablerets starteten wir auf der Ersatzstrecke von der Ersatzstrecke.


Am vergangenen Freitag dann der Prolog des 3D in Form eines Nachtsprints. Nach einigen Metern über die Fläche gings über die nicht allzu steile Skipiste hoch zur Station "Mazots" - 560hm in 34 Minuten :)
Die Abfahrt über die gleiche Strecke in der Dunkelheit nutzte ich gleich zum Testen meiner neuen Stirnlampe. Mit meiner neuen Leuchte freue ich mich sehr auf die bevorstehenden Touren in der Nacht und natürlich auf die Patrouille des Glaciers!


Etwas nach 07:00 Uhr wurden wir am Samstag auf die Strecke gejagt. Erst rannten wir per pedes zur Skipiste und fellten über diese hoch in Richtung la Palette. Leider lies die Lawinengefahr die schöne Portage da hoch nicht zu und wir düsten über super Puder zum Pillonpass ab. Es folgten zwei kurze Aufstiege und Abfahrten zurück nach Les Diablerets. Untenraus war der Schnee bereits wieder feucht und im zweiten längeren Aufstieg waren Stollen die Folge. Oliver wechselte einmal sein Fell, ich konnte meine Felle immer wieder von den lästigen Stollen befreien - vielleicht hätte ich ebenfalls besser gewechselt.
Etwa nach 1750hm erwischte mich auf einen Schlag eine Krise. Es ging praktisch nichts mehr und auch Krämpfe stellten sich ein. Nach diesem letzten längeren Anstieg trank ich ein Zaubermitteli und hoffte auf Besserung. Zudem montierten wir den Gummizug, damit ich wieder vorwärts kam. Oliver lief die folgenden beiden kurzen Anstiege (200hm, 100hm) wie ein Traktor und wir überholten noch einige Teams :)
Die Schlussabfahrt war dann identisch mit dem Vorabend. Mit knapp 80km/h Höchstgeschwindigkeit heizte ich dem Ziel entgegen. Da Oli mich beim Skating zum Ziel wieder einholen würde, düste ich vorneweg.




Nach dem feinen Zmittag fuhren wir nach Hause und erst als ich ein SMS von Christa erhielt, bemerkten wir, dass wir auf dem dritten Zwischenrang sind!!


Für das Relais am Sonntagmorgen wollten wir hochmotiviert noch einmal alles aus uns holen. Oliver übernahm die Startrunde. Als starker Langläufer hetzte er dem Profiteam hinterher und kam als vierter zurück. Mit dieser Bürde stürmte ich ebenfalls los und kam zeitgleich mit einem Verfolger zurück. Oliver baute auf seiner zweiten Runde wieder einen Vorsprung auf, welchen ich auf der Schlussrunde nicht mehr hergab. Mit dem vierten Tagesplatz konnten wir uns in der Gesamtwertung der Senioren über die vollen drei Tage auf den zweiten Platz vorschieben :)







Herzlichen Dank Oliver für die tollen Tage!! Ich hoffe, es folgen nun noch einige kuule Touren zusammen - auch für den Sommer stehen änliche Ziele an :)