Wir holten die Startnummern in le Chable und genossen ein Panaché bevor wir zur kurzen Information gingen. Um uns bestmöglich vorzubereiten (wenigstens mental), gab es eine take away Pizza und eine kurze Nacht auf der Matte im Wald um Verbier.
Wir wählten den Start um 0400 Uhr morgens (0100 wäre auch möglich gewesen). Kurz vor dem Losrennen sah ich im Startraum auch meinen Kollegen und Skitourenrennpartner Oliver Gyger, welcher später das Ziel als 6. Overall erreicht hat - Wahnsinn! Der Trupp rannte dann pünktlich in die noch verbleibende Nacht hinaus. Erst ging es auf Asphalt durchs Dorf, bevor es über einen kuulen Trail die ersten Höhenmeter hochging.
Im ersten Downhill liefen wir noch dicht beieinander im leichten Laufschritt über einen nicht enden wollenden Wurzeltrail gegen den Talboden und damit zum ersten Flachstück gegen Sembrancher. Wow... dieser Trail kommt auf die "to-do-list" fürs Mountainbike!!!
Das Flachstück (meine grosse Schwäche) brachte ich gut hinter mich. Es folgte nun ein grosser Brocken. 2000hm am Stück hoch zum Gipfel des Catogne. Erst über einen kurzen Trail, weiter über eine steile Forststrasse und zuletzt über geniales, leichtes alpines Gelände.
Der Abstieg war dann eine Klasse für sich: wunderbare Trails, technische Abschnitte und steile Downhills und auch einige eklige Gegenanstiege führten hinab nach Champex-le-lac. Yeah - hier startete ich schon so manche Couloirskitour mit Dave! Ich freute mich auf den schönen Hüttenzustieg der Cabane d'Orny.
Über einen steilen Weg mit vielen Wurzeln und grossen Absätzen folgte leichtes Blockgelände, bevor wir etwa 250hm unter der Ornyhütte von der eher nördlich ausgerichteten Seite auf die Südseite wechselten. Ab da war es schon sehr warm und ich war froh, bereits wieder in der Höhe zu sein. Der Weg zog sich dann noch etwas in die Länge, mein erster "richtiger" Halt mit Toilettenbesuch erreichte ich noch vor dem Mittag.
Gut verpflegt gings runter in den Backofen. Im Talboden war es heiss und teilweise fehlte der Schatten auf dem Weg nach la Fouly. Ich mag die Wärme nicht und entsprechend hatte ich hier eine Krise.. einteilen, in kleinen Schlucken trinken und zum kleinen Ziel in la Fouly wandern/joggen.
Mitten im Dorf in einem Zelt war die Verpflegung und Zeitnahme. Ich füllte die Flaschen auf, drückte einen Gel rein und wollte weg.. einige Läufer erlitten die Hitze und die bereits absolvierte Strecke weniger gut und das war nicht soooo schön mitanzusehen. Also hüh und weg :)
Es folgte ein langer Anstieg mit etlichen "negativen" Höhenmetern und auch mein erster und zum Glück einziger Verhauer. Irgendwie schaffte ich und ein Franzose es, dass wir bei einem kleinen Tümpel falsch abbogen. Als wir dann links oben die Läufer am Col de Fenêtre sahen, machten wir kehrt und fanden schliesslich den richtigen Weg wieder. Viel verloren wir nicht an Zeit, jedoch gibt dies mental doch kurz etwas Arbeit :)
Nach dem Übergang füllten Damian, mit welchem ich nun schon seit der Ornyhütte immer mal wieder unterwegs bin, und ich die Flaschen auf dem Gr. St. Bernard und liefen zügig aufs nächste Gipfelchen. Im langen Abstieg mit folgendem Flachstück dem Stausee entlang nach Bourg St. Pierre bildeten sich an den aufgeweichten Füssen Blattern. Diese verhinderten ein schmerzfreies Joggen bergab und flach. In der Folge verlor ich leider trotz frischen Socken und Turnschuhen auf den genannten Abschnitten Zeit.
Nebst dem Tenuwechsel gab es auch Spaghetti. Die Frau von Damian servierte uns diese. Sie schmeckten mir nicht besonders, taten aber wohl gut. Irgendwann ist Essen und Trinken nur noch der Energiespende wegen wichtig.
Wir liefen gemeinsam hoch zum Mille, dem zweiletzten Berg. Nur 800hm... aber mit verdammt vielen Traversen und kleinen An- und Abstiegen - das zehrte an mir, weil das Ziel doch vermeintlich schon nahe ist. Auch der Abstieg zog sich ewig in die Länge. Mittlerweile war es dunkel geworden und auch kühl. Ich blieb bei meinem Tenu, denn der letzte Aufstieg sollte gemäss Internetberichten noch einmal warm geben :)
In Lourtier füllte ich die Flaschen zum letzten Mal, hier mit Cola.. die Idee: mit Zuckerschub über den letzten Berg. Die Realität: Mit Zuckerschub halb hoch, dann kotzübel und mit gedrosselter Pace auf den Berg hoch.
Im nun letzten Downhill mit kurzer Gegensteigung lies ich es noch einmal laufen - ich biss auf die Zähne betreffend der Blattern. Ich wollte ins Ziel und meine Zeitvorstellung umsetzen.
Juhui - etwas nach 0330 lief ich ein und konnte nicht nur meine Zielzeit erreichen, sondern einen tollen Gesamtrang (30. Overall). Noch mehr freute mich, dass auch die Gelenke nicht schmerzten. Ich holte meine Effekten ab und suchte Beni auf dem Parkplatz, welcher bereits neben dem Auto auf der Matte lag. Auch Sabe, seine bald-Ehefrau, lag da. Kurzes Austauschen, Füsse und Beine waschen und aufs Ohr legen :)
(Fotos Facebook TVSB)
Fett... heute ist Mittwoch wo ich den Blog schreibe und mir schmerzt es nirgends mehr. Die Blattern sind am verheilen, kein Gelenk oder Muskel zuckt mehr - und ich freue mich auf das erste Lauftraining von morgen Donnerstag und auch auf den nächsten Wanderevent mit ähnlichen Zahlen im August :)
Im ersten Downhill liefen wir noch dicht beieinander im leichten Laufschritt über einen nicht enden wollenden Wurzeltrail gegen den Talboden und damit zum ersten Flachstück gegen Sembrancher. Wow... dieser Trail kommt auf die "to-do-list" fürs Mountainbike!!!
Das Flachstück (meine grosse Schwäche) brachte ich gut hinter mich. Es folgte nun ein grosser Brocken. 2000hm am Stück hoch zum Gipfel des Catogne. Erst über einen kurzen Trail, weiter über eine steile Forststrasse und zuletzt über geniales, leichtes alpines Gelände.
Der Abstieg war dann eine Klasse für sich: wunderbare Trails, technische Abschnitte und steile Downhills und auch einige eklige Gegenanstiege führten hinab nach Champex-le-lac. Yeah - hier startete ich schon so manche Couloirskitour mit Dave! Ich freute mich auf den schönen Hüttenzustieg der Cabane d'Orny.
Über einen steilen Weg mit vielen Wurzeln und grossen Absätzen folgte leichtes Blockgelände, bevor wir etwa 250hm unter der Ornyhütte von der eher nördlich ausgerichteten Seite auf die Südseite wechselten. Ab da war es schon sehr warm und ich war froh, bereits wieder in der Höhe zu sein. Der Weg zog sich dann noch etwas in die Länge, mein erster "richtiger" Halt mit Toilettenbesuch erreichte ich noch vor dem Mittag.
Gut verpflegt gings runter in den Backofen. Im Talboden war es heiss und teilweise fehlte der Schatten auf dem Weg nach la Fouly. Ich mag die Wärme nicht und entsprechend hatte ich hier eine Krise.. einteilen, in kleinen Schlucken trinken und zum kleinen Ziel in la Fouly wandern/joggen.
Mitten im Dorf in einem Zelt war die Verpflegung und Zeitnahme. Ich füllte die Flaschen auf, drückte einen Gel rein und wollte weg.. einige Läufer erlitten die Hitze und die bereits absolvierte Strecke weniger gut und das war nicht soooo schön mitanzusehen. Also hüh und weg :)
Es folgte ein langer Anstieg mit etlichen "negativen" Höhenmetern und auch mein erster und zum Glück einziger Verhauer. Irgendwie schaffte ich und ein Franzose es, dass wir bei einem kleinen Tümpel falsch abbogen. Als wir dann links oben die Läufer am Col de Fenêtre sahen, machten wir kehrt und fanden schliesslich den richtigen Weg wieder. Viel verloren wir nicht an Zeit, jedoch gibt dies mental doch kurz etwas Arbeit :)
Nach dem Übergang füllten Damian, mit welchem ich nun schon seit der Ornyhütte immer mal wieder unterwegs bin, und ich die Flaschen auf dem Gr. St. Bernard und liefen zügig aufs nächste Gipfelchen. Im langen Abstieg mit folgendem Flachstück dem Stausee entlang nach Bourg St. Pierre bildeten sich an den aufgeweichten Füssen Blattern. Diese verhinderten ein schmerzfreies Joggen bergab und flach. In der Folge verlor ich leider trotz frischen Socken und Turnschuhen auf den genannten Abschnitten Zeit.
Nebst dem Tenuwechsel gab es auch Spaghetti. Die Frau von Damian servierte uns diese. Sie schmeckten mir nicht besonders, taten aber wohl gut. Irgendwann ist Essen und Trinken nur noch der Energiespende wegen wichtig.
Wir liefen gemeinsam hoch zum Mille, dem zweiletzten Berg. Nur 800hm... aber mit verdammt vielen Traversen und kleinen An- und Abstiegen - das zehrte an mir, weil das Ziel doch vermeintlich schon nahe ist. Auch der Abstieg zog sich ewig in die Länge. Mittlerweile war es dunkel geworden und auch kühl. Ich blieb bei meinem Tenu, denn der letzte Aufstieg sollte gemäss Internetberichten noch einmal warm geben :)
In Lourtier füllte ich die Flaschen zum letzten Mal, hier mit Cola.. die Idee: mit Zuckerschub über den letzten Berg. Die Realität: Mit Zuckerschub halb hoch, dann kotzübel und mit gedrosselter Pace auf den Berg hoch.
Im nun letzten Downhill mit kurzer Gegensteigung lies ich es noch einmal laufen - ich biss auf die Zähne betreffend der Blattern. Ich wollte ins Ziel und meine Zeitvorstellung umsetzen.
Juhui - etwas nach 0330 lief ich ein und konnte nicht nur meine Zielzeit erreichen, sondern einen tollen Gesamtrang (30. Overall). Noch mehr freute mich, dass auch die Gelenke nicht schmerzten. Ich holte meine Effekten ab und suchte Beni auf dem Parkplatz, welcher bereits neben dem Auto auf der Matte lag. Auch Sabe, seine bald-Ehefrau, lag da. Kurzes Austauschen, Füsse und Beine waschen und aufs Ohr legen :)
(Fotos Facebook TVSB)
Fett... heute ist Mittwoch wo ich den Blog schreibe und mir schmerzt es nirgends mehr. Die Blattern sind am verheilen, kein Gelenk oder Muskel zuckt mehr - und ich freue mich auf das erste Lauftraining von morgen Donnerstag und auch auf den nächsten Wanderevent mit ähnlichen Zahlen im August :)


