2015 konnte ich den Eiger Ultra Trail finishen (uff, das war ein Gewürge herrje) und zusammen mit dem Humanitrail ergab das genügend UTMB Punkte, dass Beni und ich uns für den CCC anmeldeten. Das Losglück stand auf unser Seite und so durften wir jetzt 2016 von Courmayeur nach Chamonix rennen/wandern.
Der CCC ist die kleine Schwester vom UTMB und verläuft teilweise auf der identischen Strecke. Den Teil von La Fouli talabwärts durften wir anfangs August bereits in umgekehrter Richtung beim Verbier-St.Bernard Ultratrail kennen lernen :)
Zur Einstimmung für den CCC las ich folgenden Bericht, welchen ich hammermässig geschrieben finde - bravo trailshredder! Es ist kuul, wie er das Startprozedere umschreibt und den ersten Singletrail hoch: Krieg!
Mein "Krieg" fing schon vor dem Start an. Die meisten Rennen sind am Samstag, nicht so in Chamonix. Da läuft die ganze Woche über perfekt organisiert ein Event nach dem anderen. Unser Start beim CCC war für den Freitagmorgen um 0900 in Courmayeur geplant.
Zu Beginn der Woche schrieb mir Beni ein SMS --> Startnummer abholen, bis 20.00 Uhr am Donnerstagabend. Nun fing mein Problem an: Freitag ist einer meiner Duplo-, Sändeli- und Breifutternmörgen, ich habe kein Auto und ich arbeite am Donnerstag bis 16.00 Uhr. Zum Glück gab es für jedes Problem eine Lösung - herzlichen Dank an mein super Umfeld!
Nach der Arbeit düste ich los, traf Beni und Sabe in Martigny, wir fuhren durch den grossen Tunnel, das Aostatal hoch und just 25 Minuten vor Schluss checkten wir bei der Startnummernausgabe ein. :) Schweizer Präzision...
Danach gings gemütlich zum Pizzaessen in Courmayeur und da ich das Zmorge verhängte einzupacken, bestellte ich einfach zwei Pizzen (eine dann für das Frühstück... bei 9 Euro war das eine gute Investition). Geschlafen haben wir wieder im Cowboystil.. zu dritt auf dem Parkplatz neben dem Auto unter dem Sternenzelt.
Nach dem Pizza-Kaffee-Frühstück wurden wir um kurz nach 09.00 Uhr auf die Strecke geschickt - mit den 1898 anderen Läufern/Wanderern. Ich musste immer wieder in mich hineinlachen, als ich an den Bericht vom Trailshredder dachte. Ich empfand nirgends Stress oder gar Krieg. Wir liefen einigermassen zügig durchs Städtchen, dann marschierten wir zügig auf der Strasse zum Einstieg des langen Trailaufstiegs. Während den ganzen 1500 Höhenmeter konnten wir schnell gehen und das Tempo passte perfekt.
Im ersten Abstieg bekam ich die nun angebrochene Hitze zu spüren - es war der heisseste ever CCC Tag. Ich trank an jedem Posten zweimal einen halben Liter Wasser ohne abzusetzen und verzerrte Unmengen von Salztabletten. Es lief super... bis als ich nach dem zweiten langen Anstieg zum Downhill ansetzen wollte. Es ging einfach nicht.. nach erst 30km hat mich das Läuferknie erwischt. Ich spazierte, humpelte vom Col de Ferret eine Ewigkeit ins Tal nach la Fouly. Es hatte mich hart, als etliche Läufer vorbeirannten und ich einfach nichts machen konnte ausser zu wandern.
Mein "Krieg" fing schon vor dem Start an. Die meisten Rennen sind am Samstag, nicht so in Chamonix. Da läuft die ganze Woche über perfekt organisiert ein Event nach dem anderen. Unser Start beim CCC war für den Freitagmorgen um 0900 in Courmayeur geplant.
Zu Beginn der Woche schrieb mir Beni ein SMS --> Startnummer abholen, bis 20.00 Uhr am Donnerstagabend. Nun fing mein Problem an: Freitag ist einer meiner Duplo-, Sändeli- und Breifutternmörgen, ich habe kein Auto und ich arbeite am Donnerstag bis 16.00 Uhr. Zum Glück gab es für jedes Problem eine Lösung - herzlichen Dank an mein super Umfeld!
Nach der Arbeit düste ich los, traf Beni und Sabe in Martigny, wir fuhren durch den grossen Tunnel, das Aostatal hoch und just 25 Minuten vor Schluss checkten wir bei der Startnummernausgabe ein. :) Schweizer Präzision...
Danach gings gemütlich zum Pizzaessen in Courmayeur und da ich das Zmorge verhängte einzupacken, bestellte ich einfach zwei Pizzen (eine dann für das Frühstück... bei 9 Euro war das eine gute Investition). Geschlafen haben wir wieder im Cowboystil.. zu dritt auf dem Parkplatz neben dem Auto unter dem Sternenzelt.
Nach dem Pizza-Kaffee-Frühstück wurden wir um kurz nach 09.00 Uhr auf die Strecke geschickt - mit den 1898 anderen Läufern/Wanderern. Ich musste immer wieder in mich hineinlachen, als ich an den Bericht vom Trailshredder dachte. Ich empfand nirgends Stress oder gar Krieg. Wir liefen einigermassen zügig durchs Städtchen, dann marschierten wir zügig auf der Strasse zum Einstieg des langen Trailaufstiegs. Während den ganzen 1500 Höhenmeter konnten wir schnell gehen und das Tempo passte perfekt.
Im ersten Abstieg bekam ich die nun angebrochene Hitze zu spüren - es war der heisseste ever CCC Tag. Ich trank an jedem Posten zweimal einen halben Liter Wasser ohne abzusetzen und verzerrte Unmengen von Salztabletten. Es lief super... bis als ich nach dem zweiten langen Anstieg zum Downhill ansetzen wollte. Es ging einfach nicht.. nach erst 30km hat mich das Läuferknie erwischt. Ich spazierte, humpelte vom Col de Ferret eine Ewigkeit ins Tal nach la Fouly. Es hatte mich hart, als etliche Läufer vorbeirannten und ich einfach nichts machen konnte ausser zu wandern.
Auf Schweizer Boden machte ich dann ein Telefonat nach Hause. Ich erzählte, dass es wohl länger gehen wird, da ich Probleme habe, aber finishen will - sofern es geht. Nachdem ich alle drei Girls kurz am Natel hatte, biss ich auf die Zähne und lief weiter. Alles was hoch ging konnte ich gut und schnell gehen, was flach war, konnte ich teilweise leicht jöggerlen oder schnell gehen - alles bergab war eine Tortur. Ich wusste, dass ab La Fouly noch 3000 Bergabhöhenmeter auf mich warteten.
Irgendwo vor Trient brach die Nacht herein und ich verlor im Kegel meiner Stirnlampe jegliches Zeitgefühl. Ich wanderte nun lange acht Stunden im Dunkeln durch die Gegend. Meist war ich alleine unterwegs. Berghoch überholte ich meist die Läufer, welche ich im Abstieg wieder verlor... dieses Spiel wiederholte sich. Der letzte Abstieg war dann die Hölle. Erst war der Trail steil und verblockt (also in meinem Normalzustand mein Lieblingsgelände) und dies musste ich alles Schritt für Schritt absteigen: rechter Fuss runtersetzen, linker Fuss danebenplatzieren, rechter Fuss... usw. Irgendwann wurde der Trail richtig flach, aber zu wenig flach, als dass ich hätte zügig gehen können, also humpelte ich runter nach Chamonix - alleine der letzte Abstieg kostete weit über drei Stunden (im Normalzustand würde eine Stunde reichen).
Ja und dann: Im Morgengrauen spazierte ich durch Chamonix. In mir nichts, bis auf die Freude, dass es nun vorbei ist - ich die Punkte und ein Erlebnis mehr im Sack habe und das ich schlafen will.
Sabe holte mich im Ziel ab (MEGA DANK!!), spazierte mit mir zu unserem Schlafplatz - natürlich wieder neben dem Auto - machte mein Bett bereit und dann pennte ich ein.
Zwei Stunden später, Powernap intus, sassen wir im Kaffee, assen Croissants und schauten den anderen Finishern zu. Und ich will mehr :)
Was ist der Mensch doch für ein komisches Wesen - erst noch gelitten und über Sinn/Unsinn studierend am durch die Nacht wandern, will ich an den UTMB.
Die nächsten Wochen dürfte wohl nichts mit Laufen sein.. velofahren, bouldern, sändele.. Aber ich freue mich schon sehr auf die nächste Herausforderung.
Übrigens.. von 1900 gestarteten Läufern kamen etwa 1400 ins Ziel, 500 gaben auf oder scheiterten an der Zeitlimite - ich platzierte mich auf Rang 444 overall.



