Mittwoch, 9. Oktober 2019

Domodossola - Brig

Trailrunning am 5./6. Oktober? Und wie.. Beni und Oli reservierten sich den Termin. Mein Vorschlag, einen Teil der Viavalais zu begehen fand Anklang. Ich versuchte ausfindig zu machen, wo diese genau entlang führt und bemerkte, dass mir persönlich die Strecke zu wenig direkt eine Linie verfolgt - wohl natürlich um schöne Trails zu verbinden. Je länger ich die Karte studierte, desto mehr fand ich, dass sich eigentlich die Swisspeaks 360km Strecke anbieten würde. Diese verläuft teilweise identisch und da wohl dieses Rennen ein mittelfristiges Ziel ist, wäre eine Reko auch ganz toll. 

Die Jungs waren einverstanden und so wollten wir von Oberwald bis Brig einen ersten Happen der 360km laufen. Leider war dann Schnee und garstiges Wetter der Killer - doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beni als Spezialist unserer Gruppe für den Süden, klickte innert Kürze eine phänomenale Route am Computer zusammen. Mit zwei Etappen mit 40km/3700Hm und 37km/2200Hm als Basisdaten nach unserem Gusto.

Mit einer logistischen Meisterleistung gelang es Oli und mir, in Spiez zu Beni in den Zug zu kommen. Gemeinsam fuhren wir nun nach Domodossola wo wir kurz vor 08.00 Uhr den Startknopf drücken konnten.

Erst verlief der Track (Beni erstellte einen Track, welchem wir auf der Uhr folgen konnten) durch die Gassen Domodossolas und spuckte uns nach wenigen Minuten auf einen Wanderweg. Wir huschten über kastanienübersähte Waldböden in die Höhe und nach Cervodossola. 


Ab hier nun schraubte sich der Weg in die Höhe. Am höchsten Punkt, auf einer wunderschönen Ebene setzten wir uns ins Gras und füllten die Speicher aus dem kleinen Trailrunningrucksack. Viel gab dieser aber nicht her und so setzten wir unseren Weg bald fort. 




Beim Rifugio Crosta gab es einen feinen italienischen Kaffee und ein Cola. Mit diesem Extraschub liefen wir weiter auf den Pizzo Diei, dem höchsten Punkt unserer Tour. Es war kalt und windig, kein Ort für grosse Pausen. Waren wir vorhin noch auf einem sanften Höhentrail und wurden von der Sonne gewärmt, war die Gegend nun rauh und karg.




Von der Alpe Bondolero folgten wir einem Schafpfad und gelangten zum letzten Pass und Gipfel für den Tag. Vom Monte Gazzola liefen wir der "Zivilisation" entgegen. Wir trafen nämlich den ganzen Tag über nur auf eine Handvoll Leute. 


Wir waren alle drei froh, dass dieser Brocken bei einem feinen Bier in unserem Hotel zu Ende ging. Nach der warmen Dusche folgten bald weitere Biere, Wein und ein super Znacht :)


Mit nicht mehr ganz frischen Beinen, legten wir kurz nach 08:00 Uhr zum zweiten Tag los. Wiederum total einsam liefen wir zum Punta d'Orogna. Wir folgten seit Aufbruch der Grandetraversatidellealpi. Anstelle aber zur Alpe Veglia abzusteigen und dem GTA weiterzufolgen, liefen wir dem Höhenweg entlang weiter. 



In strengem Auf und Ab gelangten wir zum finalen Anstieg zur Bortellicka. Diese führte uns zurück auf Schweizer Boden. Bei der Bortelhütte füllten wir die Speicher bei Kuchen und Cola. Danach folgte ein schöner "Flowtrail" für Läufer nach Rosswald und über den 36-er Wanderweg nach Brig, wo die Stopknöpfe an der Uhr gedrückt wurden.



Ja Manne.. das isch mega guet gsi und schreit nach MEH! Danke! .... und Beni, mir si gloub ready für üses grosses Abentür nächst Jahr :) :)