Geb Inf Brigade 12
Intensive
Vorbereitungen für den Edelweissraid Wettkampf 2015 in Österreich
Im Februar 2014
fand der Technische Kurs des Alpin Det Geb Inf Br 12 im Raum Andermatt unter
der Leitung von Hptm Caspar Zingg statt. Im Rahmen dieses zweiwöchigen WKs galt
es aus 20 teils bestehenden und neuen AdAs ein Team zu formen, und physisch und
fachlich bestmöglich auf den Edelweissraid Wettkampf im Frühling 2015
vorzubereiten.
Am Montagvormittag vom 10. Februar trafen wir uns auf dem
HV-Platz der Kaserne Andermatt. Knapp die Hälfte der 20 Männer kannte sich vom
Edelweissraid Wettkampf 2013. Dies ist ein internationaler zweitägiger
Gebirgswettkampf, bei welchem sich militärische Patrouillien à acht Mann über
4200m Höhendifferenz per Tourenski verschieben. Übernachtet wird im Biwak und
der Tourenrucksack muss mindestens 13kg wiegen. Unterwegs müssen verschiedene
Aufgaben wie Handgranatenwurf, Schiessen, Verletztentransport, Fahren am Seil
u.a. absolviert werden. Schnell merkten wir Neuen, dass hier ein spezieller
Wind weht. Im kleinen Team kennt jeder jeden gut und Vertrauen sowie
Kameradschaft sind gross geschrieben.
Kurz
vor der Rotondohütte im Aufstieg zum gross Leckihorn.
Training
Jeweils am Abend informierte Hptm Bruno Bösch (ziv.
Bergführer) das Team über den nächsten Tag. Um 0630 galt es zu frühstücken,
damit pünktlich 0730 mit aufgezogenen Fellen auf den Tourenski und gepacktem
Rucksack per Bus zum Ausgangspunkt verschoben werden konnte. Mit zügigem
Schritt gings bergwärts. Manch einer musste sich an den schnellen Schritt vom
Hptm gewöhnen. Während dem ganzen WK absolvierten wir über 8000 Höhenmeter in
meist ungespurtem Gelände.
Da die Lawinensituation diesen Winter bislang heikel ist,
mussten wir auf grosse Gipfelbesteigungen verzichten, jedoch fand sich immer
ein spannender und technischer Weg in die Höhe. Der Schnee für die Abfahrten
war zumeist herrlich pulvrig und entschädigte für die geflossenen
Schweisstropfen im Aufstieg. Beim Bus zurück hatten die Wettkämpfer ein Lachen
im Gesicht und die Freude über die eigene Leistung und der Spass war ihnen
anzusehen.
Für die nebst konditionellen Anforderungen im
Edelweissraid trainierten wir in Extrablöcken unsere Technik. Teamintern haben
wir verschiedene Spezialisten und konnten so von einander profitieren.
Ausgebildete Skilehrer und Gebirgsspezialisten erteilten im Rotationsmodus
Lektionen. Auch wurde in einem Nachmittagskurs im Notspital der Kaserne
Andermatt durch Adjudant Kneubühler dem Trupp in praktischer Arbeit die erste Hilfe,
CPR und Defibrillator instruiert.
Team
Genau dieses Voneinander-Füreinander kam über die ganzen
zwei Wochen immer mehr zum Vorschein. Der
Trupp wuchs zusammen und wir unterstützten einander in vielen Situationen. Im
Gelände beispielsweise übernahmen die Stärkeren die anstrengende Spurarbeit
oder man half sich bei technischen Aufstiegen bei den Spitzkehren. Am
Feierabend pushten wir uns gemeinsam beim Bouldern in herausfordernden
Problemen oder wetteiferten beim Kartenspiel um die Ehre des Sieges. Dieser Teamspirit ist entscheidend, dass ein
erfolgreicher Edelweissraid gelaufen werden kann. Wir sind uns bewusst, dass
wir eine Sonderaufgabe haben und die Schweiz repräsentieren dürfen an diesem
Wettkampf – darauf sind wir besonders stolz.