Freitag, 21. Februar 2014

EWR Trainingslager

Da ich unbedingt in diesem Trupp bleiben möchte und  aus administrativen Gründen nur provisorisch mitmischen konnte, anerbot ich mich, den Bericht für die Armeezeitung zu schreiben :) Hier der Bericht, wie er wohl abgedruckt werden wird.




Geb Inf Brigade 12

Intensive Vorbereitungen für den Edelweissraid Wettkampf 2015 in Österreich


Im Februar 2014 fand der Technische Kurs des Alpin Det Geb Inf Br 12 im Raum Andermatt unter der Leitung von Hptm Caspar Zingg statt. Im Rahmen dieses zweiwöchigen WKs galt es aus 20 teils bestehenden und neuen AdAs ein Team zu formen, und physisch und fachlich bestmöglich auf den Edelweissraid Wettkampf im Frühling 2015 vorzubereiten.

Am Montagvormittag vom 10. Februar trafen wir uns auf dem HV-Platz der Kaserne Andermatt. Knapp die Hälfte der 20 Männer kannte sich vom Edelweissraid Wettkampf 2013. Dies ist ein internationaler zweitägiger Gebirgswettkampf, bei welchem sich militärische Patrouillien à acht Mann über 4200m Höhendifferenz per Tourenski verschieben. Übernachtet wird im Biwak und der Tourenrucksack muss mindestens 13kg wiegen. Unterwegs müssen verschiedene Aufgaben wie Handgranatenwurf, Schiessen, Verletztentransport, Fahren am Seil u.a. absolviert werden. Schnell merkten wir Neuen, dass hier ein spezieller Wind weht. Im kleinen Team kennt jeder jeden gut und Vertrauen sowie Kameradschaft sind gross geschrieben.



Kurz vor der Rotondohütte im Aufstieg zum gross Leckihorn.

Training

Jeweils am Abend informierte Hptm Bruno Bösch (ziv. Bergführer) das Team über den nächsten Tag. Um 0630 galt es zu frühstücken, damit pünktlich 0730 mit aufgezogenen Fellen auf den Tourenski und gepacktem Rucksack per Bus zum Ausgangspunkt verschoben werden konnte. Mit zügigem Schritt gings bergwärts. Manch einer musste sich an den schnellen Schritt vom Hptm gewöhnen. Während dem ganzen WK absolvierten wir über 8000 Höhenmeter in meist ungespurtem Gelände.

Da die Lawinensituation diesen Winter bislang heikel ist, mussten wir auf grosse Gipfelbesteigungen verzichten, jedoch fand sich immer ein spannender und technischer Weg in die Höhe. Der Schnee für die Abfahrten war zumeist herrlich pulvrig und entschädigte für die geflossenen Schweisstropfen im Aufstieg. Beim Bus zurück hatten die Wettkämpfer ein Lachen im Gesicht und die Freude über die eigene Leistung und der Spass war ihnen anzusehen.

Für die nebst konditionellen Anforderungen im Edelweissraid trainierten wir in Extrablöcken unsere Technik. Teamintern haben wir verschiedene Spezialisten und konnten so von einander profitieren. Ausgebildete Skilehrer und Gebirgsspezialisten erteilten im Rotationsmodus Lektionen. Auch wurde in einem Nachmittagskurs im Notspital der Kaserne Andermatt durch Adjudant Kneubühler dem Trupp in praktischer Arbeit die erste Hilfe, CPR und Defibrillator instruiert.


 Im Aufstieg mit einer kurzen Portage zum stotzigen First.

Team                         

Genau dieses Voneinander-Füreinander kam über die ganzen zwei Wochen immer mehr zum Vorschein.  Der Trupp wuchs zusammen und wir unterstützten einander in vielen Situationen. Im Gelände beispielsweise übernahmen die Stärkeren die anstrengende Spurarbeit oder man half sich bei technischen Aufstiegen bei den Spitzkehren. Am Feierabend pushten wir uns gemeinsam beim Bouldern in herausfordernden Problemen oder wetteiferten beim Kartenspiel um die Ehre des Sieges.  Dieser Teamspirit ist entscheidend, dass ein erfolgreicher Edelweissraid gelaufen werden kann. Wir sind uns bewusst, dass wir eine Sonderaufgabe haben und die Schweiz repräsentieren dürfen an diesem Wettkampf – darauf sind wir besonders stolz.