Oooooooooh ja, einer dieser (zu) seltenen Tage haben wir am Donnerstag erwischt. Über Nacht hat es gute 20cm Puder hingeworfen und wir waren mit einem super Trupp bei Sonnenschein pur vor Ort.
Beni reiste von Winterthur an und wurde von Dave am Bahnhof Bern aufgepickt, unterwegs lud er auch noch Benz und Michaela auf. Steffi und ich düsten mit vollgepacktem Auto selbst zur unteren Gantrischhütte. Zu fünft fellten wir los.
Am Morgetenpass dann ein nicht allzuseltenes Bild. Über der Spur ragt eine Monsterwechte und in der Spur bremsen sich etliche Türeler aus. Nicht auszumalen, wenn just in diesem Moment die Wechte bricht.
Wir rannten diese Stelle einzeln rasch durch. Da im Ostcouloir noch keine Spur war, freuten wir uns gewaltig auf die Firstline. Am Einstieg waren wir uns zuerst nicht ganz sicher. Die Meinungen innerhalb der Gruppe teilten sich - jedoch waren wir alle der Meinung, dass der eingeblasene Schnee wohl halten wird.
Benz "opferte" sich um die Lage zu checken und wurde mit einer geilen Firstline belohnt. Wir fuhren alle einzeln das Couli und fanden unterhalb im offenen Hang viel Platz für eine tolle Spur. Da die Abfahrt so geil war, änderten wir den Plan und fellten noch einmal hoch, um das Couli doppelt zu shreeden. Die Fotos sprechen für sich:
Wir fellten ein drittes Mal auf und schritten zum Bürglen Gipfel. Da forderte Steffi mich noch kurzzeitig zu einem schnelleren Schritt heraus. Kurz vor dem Gipfel konnte ich sie knapp übersprinten :) Da der Wind zu heftig war, stiegen wir auf die Nordseite ab und warteten da auf den Rest des Trupps. Zusammen gings zum Bunkercouli (für die Bergführervariante hatte es heute leider zu wenig Schnee - die Variante ist aber noch auszuführen diesen Winter!).
Leider war das Couli von einem Winddeckel geprägt. Mit einem etwas aggressiven Fahrstil war dieser aber tiptop zu knacken.
Zwar hat sich die Bürglen diesen Winter zu einer Standarttour gemausert und die Coulis sind langsam im Schlaf zu cruisen, ABER es ist wohl etwas vom lohnendsten in Sachen Abfahrtsspass pro Aufstiegszeit. Wir werden wohl noch oft da oben auf unserem Spielplatz herumrennen und die Linien ziehen.