Dienstag, 17. Mai 2022

everesting

Viel Zeit ist vergangen seit meinem letzten Beitrag. Untätig war ich aber nicht, nur eben nicht am Computer um einen Blogbeitrag zu schreiben.

Nun denn - bereits wenige Stunden nach dem erfolgreichen everesting zu Fuss am Eggli war mir klar, dass ich das mit den Ski auch machen möchte. Im Winter 2021 waren durch die Covid-Massnahmen verschiedene Events gestrichen worden und der Skibetrieb im Saanenland war eingeschränkt. Es wäre der ideale Moment gewesen, um an einem geschlossenen Skiberg ein everesting durchzuführen.

Wäre.. zweimal hatte ich alles gepackt und bin dann in der letzten Minute doch nicht ausgerückt. Ich war nicht bereit, mir diese mentale und auch körperliche Herausforderung anzutun. Ich wusste ja um die Belastung. So verstrich der Winter..

Für den Winter 2022 wollte ich es noch einmal versuchen. Aber dieses mal mit einem Kollegen - geteiltes Leid = halbes Leid souzsagen :) Wobei, was heisst hier schon "Leid"?!

Am 2.1.22 starteten Rolf und ich um 02:00 in der Nacht an meinem Hausberg Wispile. Unser Ziel war 10mal von der Talstation zum Gipfelkreuz zu fellen und wieder runterzufahren. So sollten wir mit minimaler Reserve die 8848Hm erreichen.


An der Wispile herrschte eingeschränkter Pistenbetrieb wegen Schneemangel. So war das Gebiet für den Alpinfahrer nicht attraktiv und wir mussten mit wenig Leuten am Berg rechnen. Der Schnee war wirklich knapp und es hatte mehrere heikle Stellen.



Während den ersten Stunden lief es uns sehr gut. Bis zum 7ten Aufstieg hatte ich keine nennenswerte Mühe, weder mental noch physisch. Dann jedoch waren die Füsse in den Schuhen abartig weichgekocht worden. Es schmerzte beim Gehen, aber noch viel mehr beim Runterfahren.


Die Motivation dieses Ding zu beenden war gross und ich konnte den Schmerz unterdrücken. So konnten Rolf und ich das everesting beenden. Knapp 16h :)